Weit östlich, ein bischen westlich

Anfang Mai machte sich eine Hand voll Offenbacher auf Richtung Polen, nach Laziska Gorne zu einem “Oldie-Turnier”.

Turnier

Das Turnier bestand aus zwei Gruppen à vier Teams und bescherte uns freitags um 9 Uhr gleich das erste Spiel, gegen… ja genau, Schönberg. Wir hams gewonnen und kamen unserem zweiten Ziel neben “dabei sein ist alles”, nämlich nicht letzter werden, ein beträchtliches Stück näher. Und es kam noch besser:
Zwei weitere Spiele konnten wir, teils richtig ansehnlich, erfolgreich gestalten. Somit kam es zum Gruppenfinale gegen Wroczlaw, dem früheren Breslau (da kommt übrigens meine Mama her). Der komplette Rückraum war bärenstark, vor allem der Halblinke, ein Mittdreißiger, der beidhändig werfen kann, zollte uns gehörigen Respekt. Aber, fast unglaublich, wir ham auch dieses Spiel gewonnen: FINALE.
Die andere Gruppe wurde von Kjelce dominiert, somit unser Finalgegner. Bärenstark; aber hallo, wir hams auch bis ins Finale geschafft und gegen diese Truppe würde eine Leistung, wie an diesem Vorrundentag, zumindest ein knappes Ergebnis ermöglichen. Zumal beide Teams ja auch noch abends auf dem arrangierten Bankett noch “ein wenig Energie” verbrauchen würden…
Aber was war das? Wir diskutierten, nach dem mehrere Gänge umfassenden Essen, gerade mit den Spielern aus Wroclaw mit Händen und Füßen und ein bischen Englisch das gemeinsame Spiel; jedes Foul wurde mit einem Vodka begossen (also zumindest svon Kai und Ernest, dem Beidhänder), da spazierte die komplette Mannschaft aus Kielce aus dem Saal, und das um 22.30 Uhr, wo die sonst immer bei den letzten sind…
Dessen Trainer hatte beschlossen das Finale zu gewinnen. Aber nicht nur mit dieser Maßnahme, nein, zwei weitere sollten uns am nächsten Tag auf dem Feld gegenüber stehen. Ehemalige Nationalspieler aus Weißrußland und Litauen wurden extra für das Endspiel herbeigekarrt und vor allem der Halblinke zeigte uns wie Handball gespielt werden kann…
Und so wurden wir Meister der Herzen. Denn trotz (deutlich) verlorenem Endspiel, wurde Gerd als bester Torwart und Claudius als bester Kreisläufer des Turniers gewählt. Waldemar, der Exil-Pole aus dem Saarland, absolvierte seine 1. sportliche Betätigung nach einer Verletzung. Grandios das Zusammenspiel mit Claudius, und die hatten sich vorher noch nie gesehen!!! gut, bis auf den Tag vorher…;-)
Wir, das waren Äxel, Claudius, Gerd, Gregor und Kai (also die Hand voll) hatten mit Waldemar und seinem Kumpel Gisi sehr viel Spaß. Aber anders herum war es wohl ebenso. Denn schon im fernen Osten bekamen wir eine Einladung ins Saarland, also dem nahen Westen, welche dann in der Heimat konkretisiert wurde. Und zwar für Mitte August, und zwar nach Wiebelskirchen, einem Stadtteil von Neunkirchen.

Diesmal leider ohne Claudius (wesche Urlaub), dafür mit David, Euschen, Gaubi und Walter. Die Anzahl der mitfahrenden Hessen wurde schon Anfang Juli mehrfach abgefragt. Der Koch des Heimatteams wolle das Essen vorbereiten! Sieben Wochen vorher? Ja, um Himmels willen? Füttern die ‘ne Wutz, die extra für die Anzahl der Personen gemästet wird?
Am Samstag, 23. August 2014 fuhren wir, diesmal mit zwei Autos, in den nahen Westen, im Gepäck ein nussbaumiger Würste-Gruß aus Hessen, angereichert mit ner Flasche Äppler und ‘nem Rumpelemer Sektsche. Dem TuS seine Heimatstätte in der Ohlenbach (nicht Offenbach)-Halle bietet ein Foyer mit angrenzender Küche, Kühlschränke, Theke etc.
Waldemar war überglücklich, dass es mit unserem Besuch klappte. Immerhin hatten wir ja diesmal einen Auswechselspieler!
Nach 2 × 30 min. und einem sportlich-fairen 17:17 gab es herrlich gekühltes Karlsberg (ein Mitspieler arbeitet in der Brauerei in Homburg…).
Bis das Essen soweit war, saßen und standen wir mit den Gastgebern zusammen, Waldemar wiederholte seine Freude, dass es geklappt hatte und um 21 Uhr gab es Essen: Spanferkel? Wunderbar! Und gereicht hat es auch ;-)
Da sich die Heimmannschaft im Trainingslager befand waren wir recht bald in der Überzahl, bis auf Waldemar und drei saarländische Kumpanen.
Zu vorgerückter Stunde wurde dann jedes neu beginnende Lied erraten und sofort darüber gefachsimpelt wer, wen und wann wo gesehen bzw. gehört hatte…
Aber auch wenn von uns nach und nach die Weichbodenmatten in der Turnhalle aufgesucht wurden, der harten Kern, sprich Gaubi und Kai bildeten mit…ja natürlich… dem wie schon in Laziska nimmermüden Waldemar die Schließmannschaft und um 5 Uhr morgens wurde der Abend beendet…
Ein paar Stunden später gab es dann wieder im Foyer ein reichhaltiges Frühstück. Für uns war dies kurz nach dem Aufstehen, für die Wiebelskircher kurz nach dem Morgenlauf. Naja dafür hatten wir ja die Heimfahrt noch vor uns. Pünktlich um 10 Uhr, zum Anpfiff des Morgentrainings, machten wir uns auf die Autobahn.
Aber diesmal war die Fahrt gen Osten nur 175 und nicht 900 Kilometer. Eigentlich steht ja nun noch ein Besuch in Ungarn aus, in Davids Heimat.
Mal sehen wann wir das schaffen, denn Gerd hat schon vom nächsten Turnier in Laziska erzählt…